Schutzstatut für pflegende Angehörige
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Aktualisiert: vor 2 Stunden
Eupen, 6.08.2026: Pflegende Angehörige sind eine unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft. Tag für Tag übernehmen sie Verantwortung für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind – oft neben Beruf und Familie und vielfach auf Kosten der eigenen sozialen Absicherung. Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels wird ihre Rolle in Zukunft noch wichtiger werden. Ohne diesen Einsatz wäre eine würdevolle Versorgung vieler Menschen heute deutlich schwieriger. Gleichzeitig entlasten pflegende Angehörige unser Gesundheits- und Pflegesystem erheblich. Ihr Engagement verdient deshalb nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern auch einen verlässlichen sozialen Schutz.
Deshalb hat das Parlament der DG den Föderalstaat mit einer Resolution aufgefordert, ein nachhaltiges Schutzstatut für pflegende Angehörige zu schaffen.
Wer wegen der Pflege eines nahestehenden Menschen zeitweise nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen kann, darf dadurch keine dauerhaften sozialen oder finanziellen Nachteile erleiden. Eine Gesellschaft, die auf Solidarität baut, muss deshalb auch diejenigen schützen und unterstützen, die tagtäglich Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Es ist Aufgabe der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Fürsorge nicht zum persönlichen Risiko wird. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft braucht es Lösungen, die den Menschen Sicherheit geben und familiäres Engagement stärken.
Uns ist wichtig, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht alleine gelassen werden. Dazu gehört auch, pflegende Angehörige besser abzusichern und ihren unverzichtbaren Einsatz nicht nur anzuerkennen, sondern wirksam zu unterstützen.
Denn wer Verantwortung für andere übernimmt, verdient Rückhalt – nicht zusätzliche Belastungen.
-Lukas Teller
Abgeordneter im PDG
und Generalsekretär der CSP































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