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Brand im Hohen Venn: Auf Betreiben von „Les Engagés“ wird die Föderalregierung Unterstützung aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragen

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Brüssel/Eupen, 11.09.2026. Die Föderalregierung wird einen Antrag beim Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) stellen, um die Folgen des Brandes zu bewältigen, der große Teile des Hohen Venns verwüstet hat. Diese Entscheidung erfolgt, nachdem die Partei „Les Engagés“ am 20. August eine entsprechende Forderung gestellt hatte.

 

Angesichts des Ausmaßes der durch den Brand verursachten Schäden hatten „Les Engagés“ die belgische Regierung aufgefordert, unverzüglich einen Antrag zur Inanspruchnahme des Solidaritätsfonds der Europäischen Union vorzubereiten. Ziel war es, europäische Mittel mobilisieren zu können, um zu den Wiederherstellungs- und Wiederaufbauarbeiten in den betroffenen Gebieten beizutragen. Diese Forderung wird nun konkret von der Föderalregierung aufgegriffen und vorangetrieben, die sich an diesem Freitag auf die Ausarbeitung eines Vorschlags für einen Antrag auf Unterstützung aus dem Fonds verständigt hat.

 

Bereits in den ersten Tagen der Brandkatastrophe konnte Belgien auf europäische Solidarität zählen, um die Mittel zur Brandbekämpfung zu verstärken, insbesondere über das europäische Katastrophenschutzverfahren: Flugzeuge und Hubschrauber aus mehreren europäischen Ländern kamen den belgischen Einsatzkräften zu Hilfe.

 

Der Solidaritätsfonds stellt einen ergänzenden Schritt dar: Er kann Mitgliedstaaten, die mit schweren Naturkatastrophen konfrontiert sind, finanzielle Unterstützung gewähren, insbesondere um zu den Ausgaben für Sofortmaßnahmen und die Wiederherstellung der betroffenen Gebiete beizutragen. Belgien hatte bereits infolge der Überschwemmungen vom Juli 2021 von diesem Mechanismus profitiert und eine EU-Unterstützung in Höhe von 87,7 Millionen Euro erhalten.

 

„Wir hatten gefordert, dass Belgien sich nicht auf die Soforthilfe beschränkt und bereits die Zeit nach dem Brand vorbereitet. Heute wird diese Forderung konkret vorangetrieben. Genau darum geht es bei unserem Vorgehen: dafür zu sorgen, dass Europa nicht nur da ist, um bei der Bekämpfung von Katastrophen zu helfen, sondern auch, um den betroffenen Gebieten dabei zu helfen, sich wieder zu erholen. Die europäische Solidarität ist kein abstraktes Konzept: Sie muss sich in konkreter Unterstützung für die betroffenen Bürger und Gebiete niederschlagen“, erklärt Yvan Verougstraete, Präsident von „Les Engagés“ und Europaabgeordneter.

 

Pascal Arimont, Europaabgeordneter und Berichterstatter seiner Fraktion für den Vorschlag zur Neufassung des EU-Katastrophenschutzmechanismus (UCPM), begrüßt diesen Schritt ebenfalls: „Die Solidarität hat sich im Hohen Venn auf außergewöhnliche Weise gezeigt: Feuerwehrleute, Rettungsdienste, lokale Behörden, Landwirte, Freiwillige. Sie alle haben dazu beigetragen, das Gebiet und die Bevölkerung zu schützen. Nun muss diese Solidarität auch in der Phase des Wiederaufbaus fortgesetzt werden. Die Mobilisierung des Europäischen Solidaritätsfonds ist ein wichtiger Schritt, aber wir müssen auch dafür sorgen, dass diejenigen, die ihre Zeit und ihre eigenen Mittel eingesetzt haben, um die Rettungsdienste zu unterstützen, nicht vergessen werden.“


Pascal Arimont hatte sich kürzlich gemeinsam mit Jean-Paul Bastin, wallonischer Abgeordneter und Bürgermeister von Malmedy, für die Einführung eines einfachen Mechanismus zur Anerkennung und Aufwandsentschädigung der Landwirte ausgesprochen, die sich spontan an der Seite der Rettungsdienste eingesetzt hatten. Rund hundert von ihnen haben ihre Zeit, ihr Material und ihre eigenen Mittel eingesetzt, um zur Eindämmung des Brandes beizutragen. Für die beiden Abgeordneten muss dieser Einsatz anerkannt werden, und für die Zukunft muss eine klare Regelung vorgesehen werden, um Landwirte, die sich in Notsituationen engagieren, angemessen einzubinden und zu unterstützen.

 

„Les Engagés“ werden die Vorbereitung des belgischen Antrags weiter begleiten und setzen sich dafür ein, dass die europäischen Mittel so schnell wie möglich mobilisiert werden können, sobald das endgültige Ausmaß der Schäden festgestellt ist.

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