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Pascal Arimont wird Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments für milliardenschwere Regionalpolitik

  • Autorenbild: Die CSP
    Die CSP
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

EU-Förderprogramme EFRE und Interreg


Brüssel/Straßburg, 20.01.2026. Der ostbelgische Europaabgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) ist zum Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments für die europäische Regionalpolitik ernannt worden. In dieser Schlüsselrolle wird Arimont die Verhandlungen über die Kriterien, Prioritäten und Regeln für EU-Fördermittel in einer Größenordnung von rund 452 Milliarden Euro leiten – Mittel, die in der kommenden Förderperiode allen 27 Mitgliedstaaten und ihren Regionen zugutekommen sollen.

 

Damit trägt Arimont eine zentrale Verantwortung für eines der größten Investitionspakete der Europäischen Union. Als Verhandlungsführer des Parlaments wird er maßgeblich darüber mitentscheiden, nach welchen Kriterien Milliardenbeträge verteilt werden, welche politischen Schwerpunkte gesetzt werden und wie wirkungsvoll europäische Regionalpolitik künftig ausgestaltet ist. Diese Aufgabe gilt als eine der anspruchsvollsten und arbeitsintensivsten Funktionen im parlamentarischen Gesetzgebungsprozess. „Es geht hier um sehr hohe Milliardenbeträge für die Regionen in ganz Europa. Die Kriterien für deren Einsatz mitverhandeln zu dürfen, ist eine große Verantwortung – und zugleich eine große Ehre“, betont Arimont. „Diese Entscheidungen prägen die regionale Entwicklung in allen Mitgliedstaaten für viele Jahre.“

 

Pascal Arimont im Ausschuss
Pascal Arimont im Ausschuss

Konkret verantwortet Arimont die Verhandlungen zu den beiden zentralen EU-Förderinstrumenten EFRE („Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“) und Interreg. Für die Förderperiode 2028–2034 schlägt die Europäische Kommission ein Gesamtvolumen von rund 452 Milliarden Euro für den EFRE vor. Über zehn Milliarden Euro sind für Interreg vorgesehen, das gezielt grenzüberschreitende Projekte und die Zusammenarbeit zwischen Regionen unterstützt.

 

„Untersuchungen zeigen sehr deutlich, welche konkrete Wirkung die europäische Kohäsionspolitik in vergangenen Förderzeiträumen entfalten konnte: Mehr als 2,5 Millionen kleine und mittlere Unternehmen wurden unterstützt und über 370 000 Arbeitsplätze geschaffen. Dass diese Mittel zwischen 2014 und 2020 fast 13 Prozent aller öffentlichen Investitionen in der EU und sogar 51 Prozent in den Kohäsionsländern ausmachten, zeigt die enorme wirtschaftliche und politische Bedeutung dieser Politik – und die große Verantwortung, die mit den Verhandlungen verbunden ist“, so Arimont. „Für Grenzregionen wie Ostbelgien sind Programme wie Interreg besonders relevant. Sie finanzieren grenzüberschreitende Infrastruktur, die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen und Vereinen und schaffen einen direkten Mehrwert im Alltag der Bürgerinnen und Bürger der Grenzregionen.“

 

Für diese anspruchsvolle Aufgabe bringt Arimont umfangreiche Erfahrung mit: Bereits in der vergangenen Förderperiode war er Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments für Interreg. Diese Expertise soll nun in die Neuverhandlungen einfließen. „Projekte wie der RAVeL-Rad- und Wanderweg oder die Polizeizusammenarbeit EMROD belegen konkret, welchen Mehrwert EU-Investitionen schaffen. Mein Ziel ist es, solche erfolgreichen Projekte auch in Zukunft gezielt zu ermöglichen“, so der ostbelgische EU-Abgeordnete.


In den kommenden Monaten wird Pascal Arimont die internen Verhandlungen im Europäischen Parlament führen, um eine starke und geschlossene Position des Parlaments für die Gespräche mit den Mitgliedstaaten zu erarbeiten. Dabei wird er eng mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie mit Partnern der Euregio Maas-Rhein und der Großregion zusammenarbeiten.

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