Huppertz: „Hier besteht Handlungsbedarf!“

Weitere 25.0000 „Visit-Wallonia-Pässe“ innerhalb weniger Minuten ausverkauft – Huppertz hakt erneut nach

Ostbelgien, 12.05.2021 – Die Tourismusaktion der Wallonischen Region, insgesamt 60.000 „VISITWallonia-Pässe“ zu verteilen, ist bereits im Oktober 2020 erfolgreich angelaufen. Die ersten 20.000 Stück waren innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. Auf Nachfrage der CSP-Abgeordneten Jolyn Huppertz im Oktober teilte die Ministerin für Tourismus mit, dass eine ähnliche Aktion in der Deutschsprachigen Gemeinschaft nicht geplant sei. Am 5. Mai 2021 wurden in einer zweiten Auflage 25.000 weiterer Pässe verteilt. Auch diese waren erneut nach wenigen Minuten vergriffen. Huppertz hakte in der vergangenen Kontrollsitzung erneut bei der DG-Regierung nach.


Wer einen solchen Pass ergattert, kann ihn mit einem Wert von 80€ für Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und bei teilnehmenden Busreiseunternehmen einlösen. Die Idee hinter der Initiative ist, die Menschen auch außerhalb des Sommers dazu zu ermutigen, die Wallonie zu besuchen. „Obwohl die Tourismus-Webseite „visitwallonia.be“ auch Angebote in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bewirbt, sind die Pässe für unsere Gegend nicht einlösbar. Das ist bedauerlich, da das auch einen touristischen Vorteil für die DG gehabt und Leute nach hier gezogen hätte.“, so Jolyn Huppertz.

Auf Huppertz‘ erste Nachfrage im Oktober 2020, ob eine solche Aktion ebenfalls in der Deutschsprachigen Gemeinschaft vorgesehen sei, erklärte die Ministerin Isabelle Weykmans, dass die Regierung davon absieht, sich der Initiative anzuschließen oder selber ein ähnliches Projekt zu initiieren. Begründet wurde diese Haltung unter anderem damit, dass die DG auf dem Weg sei eine eigene Regionalwährung zu etablieren, die ein ähnliches Ziel verfolgte und vorteilhafter sei.

Angesichts der erneuten erfolgreichen Verteilung weiterer 25.000 Pässe am 5. Mai 2021 hakte die CSP-Abgeordnete nun bei der DG-Regierung nach, wie der aktuelle Stand der Regionalwährung sei und sie ihren Standpunkt hinsichtlich einer ähnlichen Tourismusaktion geändert habe. Die Ministerin teilte daraufhin mit, dass sich aktuell eine Projektgruppe mit dem System der Regionalwährung in Ostbelgien befasse. Darüber hinaus sei nach Konsultation der Vertreter des ostbelgischen Tourismussektors eine DG-eigene Aktion nach dem Vorbild des VISITWallonia-Pass nicht geplant, da diese mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden sei.


„Wir haben schon im Oktober betont, dass es bedauerlich ist, da das auch einen touristischen Vorteil für die DG gewesen wäre und Leute nach hier gezogen hätte. Es könnten sicherlich Lösungen gefunden werden, um einen zu hohen administrativen Aufwand für unseren Tourismussektor zu vermeiden – wenn man will. Die Regionalwährung ist ein guter langfristiger Lösungsansatz, aber es muss auch kurzfristige Aufwertungen geben. Hier sollten wir gegenüber anderen Landesteilen nicht im Nachteil sein.“, so Huppertz abschließend.


Jolyns Reaktion auf die Antwort der Ministerin könnt Ihr im Video sehen:



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