Sozialer Klimaplan: Unterstützung für Betriebe und Zusammenarbeit mit der Wallonie
- 13. Apr.
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Eupen, 13.04.2026: Mit ihrer parlamentarischen Frage rückte CSP-Abgeordnete Steffi Pauels den Sozialen Klimaplan und seine konkreten Auswirkungen für Ostbelgien in den Mittelpunkt. Hintergrund ist die geplante Einführung eines neuen europäischen CO₂-Marktes ab 2028 sowie der damit verbundene Zugang zu erheblichen Fördermitteln aus dem EU-Klimafonds. Für Belgien werden rund 1,6 Milliarden Euro erwartet, wovon etwa 730 Millionen Euro auf die Wallonie entfallen.

Pauels legte den Fokus insbesondere auf die Unterstützung von Kleinstunternehmen, die stark unter steigenden Energiekosten leiden. Vorgesehen sind unter anderem Darlehen mit langen Laufzeiten sowie Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienz, neue Geräte oder nachhaltige Mobilität. Bis zu 2.500 Betriebe könnten davon profitieren. Vor diesem Hintergrund wollte die Abgeordnete wissen, wie eng die Deutschsprachige Gemeinschaft mit der Wallonischen Region zusammenarbeitet und vor allem, wann und wie ostbelgische Betriebe konkret Zugang zu diesen Hilfen erhalten.
In seiner Antwort betonte Ministerpräsident Oliver Paasch die enge Abstimmung mit der Wallonie und hebt hervor, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft als einzige Gemeinschaft in Belgien Mittel aus dem europäischen Sozialen Klimafonds erhält. Konkret stehen 6,5 Millionen Euro zur Verfügung, die in die energetische Sanierung öffentlichen Wohnraums fließen sollen. Gleichzeitig stellte er klar, dass auch ostbelgische Kleinstunternehmen grundsätzlich von den wallonischen Förderinstrumenten profitieren können. Eine Informationsphase ist nach Genehmigung des nationalen Plans – voraussichtlich 2026 – vorgesehen, während die eigentliche Förderung ab 2027 starten soll. Betriebe können sich künftig sowohl an wallonische Stellen als auch an die WFG wenden, um ihre Fördermöglichkeiten zu prüfen.





































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