Pascal Arimont: „Klare rote Linie gegen KI-Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs“
- vor 19 Stunden
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Einsatz sexualisierter Deepfakes
Straßburg, 17.06.2026. In dieser Woche hat das Europäische Parlament neue Vorschriften beschlossen, die den Einsatz von KI-Anwendungen verbieten, mit denen sexualisierte Deepfakes oder Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erzeugt werden können. „Wer mithilfe von KI reale Menschen ohne ihre Zustimmung in pornografische Inhalte versetzt oder Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erzeugt, greift grundlegende Werte unserer Gesellschaft an. Solche Praktiken müssen klar verboten werden. Deshalb habe ich das Verhandlungsergebnis zwischen Europäischem Parlament und Mitgliedstaaten ausdrücklich unterstützt. Mit den neuen Vorschriften nimmt die EU international eine Vorreiterrolle ein“, erklärt der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) nach der Abstimmung.
Mit dem Verbot reagiert die Europäische Union auf eine alarmierende Entwicklung: Immer leistungsfähigere KI-Systeme werden missbraucht, um insbesondere Frauen und Kinder ohne deren Zustimmung in täuschend echt wirkenden sexuellen Bildern, Videos oder Tonaufnahmen darzustellen. In den vergangenen Monaten haben sogenannte „Nudify-Apps“ und vergleichbare KI-Werkzeuge stark an Verbreitung gewonnen. Sie ermöglichen es, Bilder realer Menschen künstlich zu manipulieren und intime Darstellungen zu erzeugen, die nie existiert haben. Die Folgen reichen von Cybermobbing und Erpressung bis hin zu langfristigen psychischen Belastungen für die Betroffenen. Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit, mithilfe von KI Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zu erzeugen.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass künstliche Intelligenz zu einem Werkzeug digitaler sexueller Gewalt wird und auch noch zur Normalisierung solcher Akte beiträgt. Deshalb ziehen wir mit diesem Verbot europaweit eine klare rote Linie“, betont der Abgeordnete.
„Die neuen Vorschriften richten sich nicht nur gegen diejenigen, die solche Inhalte erstellen oder verbreiten. Auch die Anbieter entsprechender KI-Systeme werden ausdrücklich erfasst. Wer mit KI-Systemen Geld verdienen will, muss künftig sicherstellen, dass diese nicht zur Erstellung sexualisierter Deepfakes oder von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs genutzt werden können. Unternehmen haben nun bis zum 2. Dezember 2026 Zeit, ihre Systeme an die neuen Anforderungen anzupassen“, so der ostbelgische EU-Abgeordnete abschließend.




































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