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Medienkompetenz stärken durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit

  • 14. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Eupen, 14.04.2026: Mit seiner parlamentarischen Frage rückte PDG-Abgeordneter Lukas Teller die Bedeutung von Medienkompetenz in einer zunehmend digitalen Gesellschaft in den Fokus. Anlass war das neue Kooperationsabkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und Rheinland-Pfalz, das die Zusammenarbeit im Bereich Medienbildung deutlich ausbauen soll.


Teller betonte, dass Medienkompetenz heute weit mehr ist als eine schulische Zusatzqualifikation. Sie ist entscheidend, um Informationen kritisch zu hinterfragen, Desinformation zu erkennen und sich verantwortungsvoll im digitalen Raum zu bewegen. Damit wird sie zu einem zentralen Baustein für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor diesem Hintergrund interessierte sich Teller insbesondere dafür, welche konkreten Ziele die Regierung mit dem Abkommen verfolgt, welche Initiativen kurzfristig umgesetzt werden und wie die Zusammenarbeit perspektivisch – etwa mit Luxemburg – weiterentwickelt werden soll.


Im Zentrum des Abkommens stehen laut Lukas Teller konkrete Maßnahmen: Ostbelgien soll sich verstärkt an etablierten Initiativen in Rheinland-Pfalz beteiligen, etwa am Demokratietag oder an der Woche der Medienkompetenz. Gleichzeitig geht es um den Ausbau digitaler Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen sowie um einen intensiveren Austausch von Fachwissen, Referenten und bewährten Praktiken. Auch eine mögliche trilaterale Zusammenarbeit in der Großregion wird als perspektivischer nächster Schritt gesehen.


Minister Freches unterstrich in seiner Antwort die strategische Bedeutung des Abkommens. Ziel sei es, allen Bürgerinnen und Bürgern einen sicheren und kritischen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen. Durch die Kooperation erhält Ostbelgien Zugang zu erprobten Materialien, Expertennetzwerken und Weiterbildungsangeboten – etwa über die „klicksafe“-Initiative oder Online-Seminare. Gleichzeitig sollen eigene Projekte weiterentwickelt und neue Lernorte geschaffen werden. Auch die Zusammenarbeit mit Luxemburg wird schrittweise ausgebaut, mit ersten gemeinsamen Maßnahmen ab 2027.

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