Kraft: „Keiner fühlt sich verantwortlich – Wir brauchen eine Lösung!“

Corona-Sicherheit im Schülertransport



Ostbelgien, 04. November 2020 – Die Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich der sozialen Kontakte sind zurecht streng. Doch offenbar klaffen diesbezüglich gewaltige Lücken, die auf Ebene des Schülertransports besonders auffällig scheinen. Colin Kraft (CSP) vermisst notwendige Vorkehrungen und ärgert sich über die Halsstarrigkeit der Verantwortlichen – gleichgültig ob diese in Eupen oder Namur sitzen. Kraft fordert, dass man sich zusammenrauft und den Kindern nicht etwas zumutet, was sonst völlig ausgeschlossen wäre. Beispielsweise mit regionalen Busunternehmen, die über Kapazitäten verfügen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres hätte die Bevölkerung erwarten dürfen, dass man aus aus den Erfahrungen des ersten Lock-down gelernt hat. Die Vermeidung von überfüllten Bussen vor und nach den Schulzeiten hätte zur absoluten Priorität gehören müssen, erklärt Colin Kraft, CSP-Schulexperte im DG-Parlament.

„Ganz offenbar sind angesichts der im Sommer zurückgehenden Ansteckungszahlen keine wirksamen Vorkehrungen hinsichtlich des Schülertransports ergriffen worden. Und jetzt, wo dieses Versäumnis deutlich wird, schieben sich TEC und DG-Regierung die Verantwortung gegenseitig zu: Während die DG-Regierung mehr Streckenbusse fordert, klagt die TEC über fehlendes Personal, ohne das die zusätzlichen Fahrten nicht geleistet werden könnten. Genau hier liegt das Problem. Keiner fühlt sich verantwortlich. Wir brauchen aber eine Lösung“, erkennt Kraft, der die DG-Regierung dazu am kommenden Donnerstag befragen wird.

Allenfalls der jetzt beschlossene Lock-down entspanne die Situation. Eine echte Regelung hätte es aber in den Monaten September und Oktober geben müssen, wozu Colin Kraft den deutlich verstärkten Einsatz privater Unternehmer aus der Region, die bekanntlich über Kapazitäten verfügen, oder etwa die Anwerbung zusätzlicher Fahrerinnen und Fahrer zählt. Selbst wenn es jetzt zur Einsicht in dieser Akte kommen sollte, so hält er das – angesichts der verlorengegangenen Zeit zu Beginn des Schuljahres – für grob fahrlässig.

In den Augen von Colin Kraft sind es die zahlreichen kleinen und größeren Versäumnisse, die unser Land ins momentane Chaos geführt haben. „Der unvorbereitete Schülertransport und die gleichzeitige Inkaufnahme von enorm hohen Ansteckungsrisiken gehören leider mit in dieses Bild“, so Kraft abschließend.

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