„Klinkenberg diskriminiert Schülerinnen und Personal!“

Kraft (CSP) und Tjandra (Junge Mitte) kritisieren Ungleichbehandlung der Schulen
Ostbelgien, 29. September 2022: Nachdem das DG-Parlament die Regierung zur kostenlosen Bereitstellung von Menstruationsprodukten in allen Schulen aufforderte, wurden einige von ihnen im Frühjahr 2022 mit entsprechenden Spendern ausgestattet. Allerdings gilt dies nicht für die katholischen Schulen (etwa PDS, BS). Auf mehrfache Nachfrage sieht Ministerin Klinkenberg weiterhin davon ab, diese Schulen mit kostenlosen Menstruationsprodukten auszustatten. Für die Initiatoren der Resolution Colin Kraft (CSP) und Shirin Tjandra (Junge Mitte) sei das nicht hinzunehmen und komme einer Ungleichbehandlung gleich.

Im Frühjahr 2022 kündigte die Unterrichtsministerin die Einführung der kostenlosen Bereitstellung von Menstruationsprodukten an den Sekundarschulen des Gemeinschaftsunterrichtswesens der Deutschsprachigen Gemeinschaft (etwa Athenäum), an der Autonomen Hochschule (AHS) und den Zentren für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand (ZAWM) an. „Das war ein erster wichtiger Schritt, allerdings sind die katholischen Schulen in diesem Plan nicht berücksichtigt, da sie keine Menstruationsartikel bzw. finanzielle Mittel zum Ankauf dieser Produkte erhalten. In unserer Resolution werden aber ausdrücklich alle Schulen mit einbezogen“, so der Abgeordnete Colin Kraft.

Der verabschiedete Resolutionsvorschlag fordere nämlich, „dass Initiativen zur kostenfreien Zurverfügungstellung von Menstruationsprodukten in den Primar-, Sekundar-, Hoch- und Förderschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie in den Zentren für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands (ZAWM) ins Leben gerufen oder weiter ausgebaut werden“[1] .

In einem Rundfunk-Interview erklärte die Koordinatorin des katholischen Unterrichtswesens, dass sie der Ministerin mitgeteilt habe, dass auch ihre Schulen mit entsprechenden Produkten auszustatten seien.[2]

Doch nach erneuter Nachfrage durch Colin Kraft am 8. September 2022 ist in diesen Schulen immer noch nichts passiert. „Es ist unverständlich, warum die Ministerin sich nach mehrfacher Nachfrage immer noch weigert. Da sich die Kosten für einen Damenhygienespender samt Erstausstattung an Produkten laut ihrer Aussage auf lediglich 400€ im Durchschnitt pro Schule belaufen, fordern wir, dass die Ungleichbehandlung der Schulen sofort beseitigt wird und keine Schule mehr ausgeschlossen wird.“, betont Kraft.

„Es kann nicht sein, dass Mädchen und Frauen benachteiligt werden, nur weil sie an einer Schule eingeschrieben sind, die dem katholischen Unterrichtswesen angehört. Die Resolution richtete sich an alle Schulen, da alle das gleiche Recht auf Zugang zu kostenlosen Menstruationsprodukten haben“, so die Co- Vorsitzende der Jungen Mitte, Shirin Tjandra, abschließend.

[1] RESOLUTIONSVORSCHLAG AN DIE REGIERUNG DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT ZUR KOSTENLOSEN BEREITSTELLUNG VON MENSTRUATIONSPRODUKTEN, Dokument 133 (2020-2021) Nr. 2, 26. Mai 2021 [2] https://brf.be/regional/1576675/
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