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Atommülllager I CSP: Absage aus Ostbelgien


Ostbelgien 15.5.2020 – Die föderale Agentur für radioaktive Abfälle (ONDRAF) sucht nach Lagerstätten für Atommüll. Erneut steht der Osten Belgiens hierfür zur Debatte. Genau das wollen die hiesigen Christlich Sozialen (CSP) verhindern. Für sie ist ein Depot für Atommüll in unmittelbarer Nähe von Naturschutzgebieten und Nationalparks undenkbar.


Die Nachricht, dass die föderale Agentur für radioaktive Abfälle (ONDRAF) nach potenziellen Lagerstätten für ein Atommüllendlager in der Gegend um Herve und Stavelot sucht, hat viele überrascht.


Unabhängig von der Corona-Krise und der fehlenden Konsultation der Zivilgesellschaft und der Gemeinden, deren Informationsstand aus der Presse oder der luxemburgischen Umweltministerin als von der ONDRAF gespeist werde, sei die Planung eines Atommülllagers in Ostbelgien für die CSP inakzeptabel.


„Wir befinden uns in einem Natura-2000 Schutzgebiet, in dem länderübergreifend gefährdete wildlebende heimische Pflanzen- und Tierarten und deren natürlicher Lebensraum geschützt wird. Die Naturschutzgebiete rund um das Hohe Venn bilden das Trinkwasserreservoir für hunderttausende Menschen. Die Landwirtschaft in der Eifel und im Herver Land produziert Lebensmittel von höchster Qualität. Die Menschen, die hier leben und arbeiten, kümmern sich um diesen Lebensraum und erhalten ihn täglich. All das in Gefahr zu bringen, ist ein No-Go“, so Jérôme Franssen von der CSP-Fraktion im PDG.


Die Situation zeige aber auch auf, dass der Atomausstieg 2025 und die Abschaltung der zum Teil fraglichen belgischen Atommeiler dringend geboten seien. Jedes Jahr, in dem weiter über Atomkraftwerke Strom produziert werde, vergrößere sich der Atommüllberg, dessen langfristige sichere Lagerung über tausende von Jahren grundsätzlich problematisch sei.


„Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist zuständig für Teilbereiche die Gesundheitspolitik, den Landschaftsschutz und den Tourismus. In Bezug auf die neun Gemeinden fungiert sie als übergeordneter Behörde. Daher ist klar, dass sich auch unser Parlament mit dem erneuten Vorhaben der ONDRAF auseinandersetzen muss. Wir werden die Problematik also ins PDG einbringen, um gemeinsam mit allen ostbelgischen Parteien das "ostbelgische Nein" nach Brüssel zu übermitteln“, so Franssen abschließend.

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