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  • Moritz Kreis

Familien entlasten - Sommerferien verteilen


Die Sommerferien sind wunderschön. Es ist die Zeit, in der die ganze Familie eine Auszeit hat und jeder auf seine Kosten kommt. Eine Zeit, in der man die Sonne genießt, ausschläft, bei gutem Essen mit Freunden, beim Sport oder im Urlaub am Strand den Akku wieder auflädt. Kurz: Die schönste Familien-Zeit des Jahres. Aber ist das wirklich so?

Für die Kindergartenkinder und Primarschüler dauert diese Zeit von Anfang Juli bis Ende August rund 8 Wochen. Die meisten Sekundarschüler haben nach der letzten Prüfung (ca. Mitte Juni) bereits keinen Unterricht mehr, was die Ferienzeit sogar auf 10 Wochen ausdehnen kann. Es gibt wohl kaum jemanden, der sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch dem Lehrpersonal in Schulen und Kindergärten diese Zeit der Ruhe nicht gönnt. Aber die Realität in den Familien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Üblicherweise gehen beide Elternteile einer Arbeit nach. Sie wollen oder müssen nach spätestens drei Wochen Jahresurlaub wieder ihrer Tätigkeit nachgehen. Wenn alle Urlaubstage aufgebraucht sind, stellt sich die Frage: Wohin mit den Kindern? Bei Jugendlichen ab einem bestimmten Alter, stellt die Betreuung aufgrund der zuzutrauenden Selbstständigkeit sicherlich kein großes Problem mehr dar. Vielleicht ist sie sogar wünschenswert. Aber was passiert mit den Kindern, die man nicht alleine lassen kann? Mit Kindern im Kindergartenalter und jungen Primarschulalter?

Die Eltern mit familiären Backround, wie Oma und Opa usw., können sich da glücklich schätzen. Alle anderen Eltern müssen sich etwas einfallen lassen. Es gibt viele Angebote in den Gemeinden bei Sportbünden, Kunstateliers usw., die gerade in den Altersklassen von 3-6 Jahren regen Zulauf genießen. Ein Symptom dafür, dass es einen professionellen Betreuungsbedarf gibt. So wertvoll und so professionell die Sport-, Kunst- und Reitlager auch sind, sie sind auch ein zusätzlicher Kostenfaktor für die Familien und können gewachsene Strukturen wie Schule und Kindergarten nicht ersetzen.

Es gibt aber auch andere Folgen der langen Sommerperiode: Die Lehrer haben die undankbare Aufgabe, die verschwundenen Kenntnisse der Schüler mühsam wieder auszugraben. Kein leichtes Unterfangen. Gleichzeitig scheinen die Karnevals- und Allerheiligenferien nach langen Unterrichtsperioden im März und Oktober zu kurz. Daher schlagen wir vor, zwei Wochen der Sommerferien zu verlagern und jeweils eine Woche auf die Karnevals- und Allerheiligenferien draufzupacken.

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Colin Kraft, Spitzenkandidat CSP-Ostbelgien

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