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*Nützliche Informationen zum Thema Grippe Typ A/H1N1

Grenz-Echo Monatsausgabe vom 6. August 2009.

Schweinegrippe: Aufklärung statt Panikmache

Während sich die Öffentlichkeit angesichts der Vielzahl der Berichte zur sog. Schweinegrippe Sorgen macht, herrscht in der Europäischen Union rege Betriebsamkeit, dem Ernstfall vorzubeugen und die Bevölkerung sachlich zu informieren.
Die Schweinegrippe ist zunächst eine relativ normale Atemwegserkrankung. Bei Schweinen ist eine Grippe ähnlich häufig wie beim Menschen. Ansteckungen sind häufig, Todesfälle relativ selten. Beim jetzt aufgetretenen Virus handelt es sich um eine Variante der klassischen Schweinegrippe. Wie alle Grippeviren ändert sich auch das Schweine-Virus ständig. Und genau das macht es so schwer, einen wirksamen Impfstoff als Gegenmittel herzustellen.
Dem gegenüber gibt es zwei Medikamente, die nach bisherigen Erkenntnissen gegen die Schweinegrippe wirken (Tamiflu und Relenza) und verschreibungspflichtig sind.
Einen wirksamen Schutz gegen das Eindringen des A/H1N1 Virus (offizielle Bezeichnung) in Belgien gibt es natürlich nicht.  Insbesondere die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein jedes Einzelnen helfen, die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Gerade in der Ferienzeit, während der Kontakt zu anderen Menschen besonders häufig ist (Reisen, öffentliche Feiern und Feste),  droht die Verbreitung des Virus in besonderem Maße. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich die aktuellen Zahlen veröffentlicht, so dass von weltweit 98.000  Krankheitsfällen gesprochen werden kann. In Belgien geht man von 126 Fällen aus.
In unserem Land steht man der Gefahr, die von diesem Virus ausgeht, mit großer Aufmerksamkeit gegenüber. Neben der Organisation eines möglichst großen Kontingents an Grippemedikamenten setzen die Behörden aller Bereiche auf ein umfassendes Informationsangebot. Spezifische Auskünfte werden jeweils den Angehörigen der Gesundheitsberufe, der Bevölkerung und den Reisenden, die aus den betroffenen Gebieten zurückkehren, erteilt. Die Behörden sorgen auch dafür, dass die Labors alle erforderlichen Untersuchungen durchführen können. Außerdem wurden Pläne für die Bereitstellung und Verteilung von antiviralen Medikamenten und Schutzmasken ausgearbeitet.
Es ist sicherlich fahrlässig, die Folge eines umfassenden Ausbruchs der Schweinegrippe zu verharmlosen. Gerade die erhöhte Alarmbereitschaft (Phase 5), die durch die WHO angezeigt wurde, zeigt, wie ernst man einen möglichen Ausbruch nimmt. Wichtig ist, dass Informationen sachlich bleiben und jeder Form der Panikmache vorbeugen.

Vgl. hierzu auch:

Internet: www.influenza.be/de/H1N1_de.asp
Call Center: Tel. 0800 99 777
oder E-Mail: info@influenza.be

Patricia CREUTZ-VILVOYE
CSP-Fraktion im PDG
www.csp-dg.be