Die Würfel des Louis Michel
Leserbrief vom 21.05.2004 - Franz-Joseph PAUELS
Quelle: Grenz-Echo Leserbrief vom 21.05.2004
Thema: Zukünftige Koalitionen nach den Wahlen
Die Würfel des Louis Michel
Die Nachricht „erschütterte“ auch das politische Ostbelgien am Wochenende. Louis Michel, der Big-Boss der Liberalen, erließ den Befehl, dass die zukünftigen Koalitionen nach den Wahlen vom 13. Juni nur aus Sozialisten und Liberalen zu bilden seien. Mit allen Mitteln sollten die Christdemokraten in die Opposition verdrängt werden, selbst auf Kosten der Demokratie.
Damit ist auch der Tagesbefehl für die Deutschsprachige Gemeinschaft klar. Es steht eine neue Koalition aus Liberalen und Sozialisten und wem auch immer vor der Tür. Die stärkste Partei, die CSP soll wieder, wie in 1999, außen vor gelassen werden. Der Wähler wird nicht gefragt. Da mag Ferdel Schröder von der PFF noch so betonen, dass die PFF nach allen Seiten offen sei und kein Vorwahlabkommen bestehe. Big Boss Louis Michel ist da anderer Meinung – Namür und Brüssel lassen grüßen. Wenn dann auch noch Berni Collas im letzten Jahr bei Louis Michel nachfragen musste, wann er denn endlich Senator werden durfte, erreichen das vergangene und das jetzt bevorstehende Diktat aus Brüssel und Namür schon knapp vier Wochen vor der Wahl einen ersten Höhepunkt.
Für die Deutschsprachige Gemeinschaft ist damit eine Tatsache glasklar: Wer am 13. Juni PFF wählt, wählt eigentlich die Sozialisten. Wer PFF wählt, stärkt Happart und Co.
Da bleibt nur eine Alternative: Massiv CSP wählen - und der Spuk am Eupener Kaperberg und an der Klötzerbahn ist am 13. Juni 2004 zu Ende.
Franz-Joseph PAUELS, Meyerode


