Danke, Louis (Michel)!
GE - Leserbrief vom 13. 07.01 der CSP-Fraktion im PDG.
Grenz-Echo Leserbrief vom 13. Juli 2001
Thema: "Der Bann des Ministers über Österreich ist aufgehoben – Louis Michel spricht nicht mehr darüber"
Danke, Louis
(Vgl. Grenz-Echo, 12. Juli 2001, S. 3)
Erinnern Sie sich noch, als vor gut anderthalb Jahren den Belgiern von einem Österreich-Besuch abgeraten wurde?
Nach den Wahlen waren nämlich die "Freiheitlichen" des Rechtspopulisten Haider zur Regierungspartei aufgestiegen, was besonders unseren Außenminister Louis MICHEL (PFF) zu einem wahren Sturmlauf gegen die Alpenrepublik anstachelte.
Im Kielwasser der Brüsseler Regenbogenkoalition ruderte dann auch die Lambertz-Regierung der Eupener Klötzerbahn mit. Und wie sie das tat!
Minister Niessen konnte oder durfte nicht nach Wien, um dort an einem Diskussionsabend des österreichischen Rundfunks teilzunehmen, und sogar ein sog. "Österreich-Paket" wurde aus dem Boden gestampft, das als Schutzmittelchen gegen faschistisches Gedankengut in Österreich helfen sollte.
Unterdessen hat sich unser Außenminister besonnen: Der "Zwischenfall" sei längst bereinigt, und außerdem wolle er sogar seinen kommenden Winterurlaub in Österreich verbringen (vgl. Grenz-Echo v. 12. Juli 2001). Nicht ausgeschlossen ist, dass die drei von der Klötzerbahn wieder mit von der Partie sind. Beim Hinterherfahren.
Für Louis MICHEL ist dieses Kapitel abgeschlossen, und die Berlusconi-Koalition in Italien ist inzwischen ein lohnenderes Feld. Er ist eben der Mann fürs Grobe mit der Einstellung: erst draufhauen, dann fragen. Und der Regenbogen jubelt.
Für die ostbelgischen Österreich-Urlauber ist damit alles klar. Für die Lambertz-Regierung und ihre Aktionen ja nun auch. Merci, Louis!
Übrigens: Einreiseverbot hin, Österreich-Paket her, für die Besucher des Eupener Tirolerfestes ist längst klar, welchen Wert diese Polit-Show hat. Schmarrn.
CSP-Fraktion im RDG

