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Neuerungen im Bildungsbereich und in der Beschäftigung

Bei der Plenarsitzung vom 16. Januar 2012 standen eine Fülle von Neuerungen im Bildungsbereich und der Beschäftigung im Mittelpunkt der Diskussion. Die CSP stimmte der Gesamtheit des entsprechenden Dekrets zu, wies jedoch auf die Schwachstellen einiger neuer Bestimmungen hin.

Neuerungen im Bildungsbereich und in der Beschäftigung

Patricia Creutz

Der CSP-Fraktion ging es um drei konkrete Punkte:

- Zusätzliche Mittel für die Autonome Hochschule:

Die Autonome Hochschule nimmt in unserer Gemeinschaft eine zentrale Rolle in der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Förderpädagogik wahr. Im Rahmen des Förderdekrets hat die Autonome Hochschule eine Partnerschaft mit der Züricher Hochschule für Heilpädagogik aufgebaut. Innerhalb dieser Partnerschaft werden Zusatzausbildungen in der Förderpädagogik und Weiterbildungen für die bereits tätigen Mitglieder des Lehrkörpers in unseren Schulen angeboten. Diese Aus- und Weiterbildung wurde im vergangenen Jahr durch eine einmalige Summe seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft unterstützt.

Offenkundig reicht diese Einmalzahlung nicht aus, so dass künftig immerhin 182.000 Euro jährlich fällig werden, um den Fortbestand des Projekts nicht in Gefahr zu bringen. Patricia Creutz unterstützte diese Maßnahme in ihrer Stellungnahme, forderte aber gleichzeitig regelmäßige Berichte der Regierung, die über Inhalte und Erfolge Aufschluss geben.

- Der Verwaltungsrat des Arbeitsamtes:

Nach Ansicht der Regierung tagt der Verwaltungsrat des Arbeitsamtes der DG nicht optimal. Dies liege an der Besetzung, da es Einrichtungen gebe, die ihr Verwaltungsmandat im Arbeitsamt nur zögernd oder überhaupt nicht beanspruchen. Dies könne – so die Regierung – die Funktionsweise des Gremiums beeinträchtigen. Das sieht die CSP genau so.

Die CSP hatte anlässlich der Zusammensetzung des Verwaltungsrates im Jahr 2000 für eine klassische Vertretung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gestimmt – so wie sie im flämischen und frankophonen Landesteil besteht und gut funktioniert. „Jetzt zu hören, dass die Funktionsweise des ADG-Verwaltungsrates beeinträchtigt ist, weil gewisse Einrichtungen ihr Mandat nicht richtig wahrnehmen, bestätigt die Position der CSP“, erklärte Patricia Creutz. Deshalb solle die Regierung den CSP-Vorschlag der klassischen paritätischen Besetzung endlich annehmen.

- Schaffung eines neuen Amtes an einer Fördergrund- und -sekundarschule:

Förderpädagogik ist ein weitläufiger Bereich, der nicht selten koordiniert werden muss, um die Verbindung zwischen allen Akteuren zu ermöglichen. Die Arbeit der Koordination liegt insbesondere darin:

a) Förderpädagogik für die Regelschulen und die mittelständische Ausbildung zugänglich zu machen;

b) die Migrantenbetreuung, die Hausaufgabenschule und die Benachteiligtenförderung zu verbessern.

Diese Arbeit wurde bisher durch Mitglieder des Lehrkörpers des Zentrums für Förderpädagogik geleistet.

Dass nun für diese Tätigkeit ein besonderes Auswahlamt geschaffen wird und höhere Gehaltskosten für die Gemeinschaft entstehen, ist für die CSP nicht nachvollziehbar. Gerade in Zeiten leerer Kassen sollte mit der Schaffung neuer Stellen vorsichtiger umgegangen werden.

Die CSP-Fraktion enthielt sich daher zu diesen Artikeln des Regierungsentwurfs.