LIKIV-Zulassungsprüfung für Kinesitherapeuten: „Diese Prüfung gehört abgeschafft!“
Im Jahr 1999 hat sich die Föderalregierung für die Schaffung eines Numerus Clausus zum Erhalt der LIKIV-Zulassung im Bereich der Kinesitherapie entschieden. Diese Zulassung benötigen diplomierte Kinesitherapeuten, die als Selbstständige arbeiten möchten, um die Rückerstattung der Behandlungskosten zu erwirken. Das Parlament der DG sprach sich nun in einer Resolution an die Föderalregierung und die Regierung der DG gegen das Prüfungsverfahren aus. Dafür gibt es mehrere gute Gründe.
René Chaineux wies für die CSP-Fraktion darauf hin, dass die Situation der Zulassungsprüfung für diplomierte Kinesitherapeuten nicht akzeptabel ist. Dafür führte er mehrere Gründe an:
- Die unmögliche Situation für die diplomierten Studenten, die am Ende ihres bestandenen Studiums von ihrer Universität oder Hochschule ausgezeichnet worden sind und sich erneut einer Prüfung zur selbstständigen Berufszulassung unterwerfen müssen.
- Bei der letzten Zulassungsprüfung im Oktober 2011 bewarben sich über 600 Kandidaten um die rund 280 zu vergebenden Plätze in der Wallonischen Region. Diese Zahlen werden sich laut Expertenmeinung in den kommenden Jahren nochmals verschärfen, wenn sich die Kinesitherapeuten, die die Zulassungsprüfung des Vorjahres nicht bestanden haben, erneut bewerben.
- Es besteht ein national anerkannter Mangel an Kinesitherapeuten. Angesichts der Herausforderungen, die sich aus dem demographischen Wandel ergeben, wird dieser Mangel sicherlich weiter zunehmen.
- Für die deutschsprachigen Studenten, die sich der Zulassungsprüfung in der Wallonie unterwerfen müssen, zeichnen sich weitere offensichtliche Nachteile ab: „Deutschsprachige Kinesitherapeuten stellen einen verschwindend geringen Teil an der Gesamtzahl der Bewerber dar, sie dürfen die Prüfung nicht in ihrer Muttersprache abhalten und werden dadurch zusätzlich benachteiligt“, so Chaineux.
Die CSP möchte mit ihrer Unterstützung der Resolution ein klares und deutliches Signal an die zuständigen politischen Ebenen abgeben, die die Abschaffung der Zulassungsprüfung in Angriff nehmen müssen.


